Samstag, 3. Februar 2007

A Grand day out

So eine Institutseröffnung ist schon was feines…
Und wie sieht so ein Tag aus, wenn sich royaler Besuch ankündigt?:
Genau so:
9:00 Ankunft in der ‚Alma Mata’, die zu dieser Zeit von mehr Polizisten als Zivilpersonen bevölkert war.
Dann war warten, warten und nochmals warten angesagt, bis dann endlich um ca. 12 uhr der Rolls Royce vorfuhr ( Wie war das nochmals: Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige?!).
Keine 10 min später war auch schon der Duke im Labor, gefolgt von Kameras, allerhand Mitläufern und dem Hauptsponsor La-KaShing. Mein Chefe, sichtlich nervös erklärte dem Duke in 7min, warum denn Bauspeicheldrüsenkrebs so tödlich ist… blabla, warum wir daher mit M.’s arbeiten…blabla
Der Duke, scheinbar mäßig begeißtert, brabelte etwas vor sich hin… sah in unsere Richtung und meinte nur: ‚Ihr arbeitet, alle hier’ Wir, wie im Chor:’Yes’….’But, not right now’…obligatorisches Lachen des Chors und dann wars auch schon Zeit für den nächsten Showact:
Vorweg muss ich hier gleich festhalten, dass ich mit High Heels größer bin als die Queen!!!
Anyway, aus 30cm Entfernung ist sie wirklich richtig herzig, die gute Lizzy(vor allem wenn sie lächelt). Hatte den Drang sie einfach mal zu knuddeln, wäre warscheinlich aber nicht mehr in der Lage gewesen davon zu berichten ;-). Meine Chefe hat nen guten Job gemacht, durfte das Queentschal berühren und bekam sogar noch Themenspezifische Fragen gestellt. Würd mal sagen erfolg auf ganzer Linie ;-)
Eine Halbe Stunde später war der Zauber vorbei und es zeigte sich wieder wie die Gesellschaft ihre Laborratten wissenschaftliche Elite behandelt. Für Sponsoren, Gruppenleiter und alles was Lord, Lady oder Sir im Namen hatte gab’s ein Extra Festzelt mit Catering, während es für uns nur für Sandwiches gereicht hat, für die wir auch noch selbst löhnen müssen. Jaja, das Leben ist schon hart.
Wer glaubt der Zirkus war danach vorbei, der irrt. Ab 2 uhr gabs dann die erste Runde reicher Sponsoren, die ihr Geld statt in einen Jaguar lieber (???) in uns investiert haben. Juhu! Smalltalk ist definitiv nichts wofür ich mich begeistern kann, wenn’s sein muss schafft moi es übers Wetter zu sinieren und an passender Stelle ein ’oh, lovely’ einzuwerfen.
Um vier kamen dann die Sponsoren der Kleinbeträge*) die dann Gruppenweise durchs Institut gescheucht wurden.
Um 6 uhr wars dann auch ‚aus die Maus’ und Zeit fürs erste Bier im Office des Chefs. 10 Leute, versorgt mit Bier, Wein und Cracker (von denen 70% in den Magen von Frau Antisense landeten.) und allerhand Anekdoten aus dem Labor. Schön wars, und die beste Gelegenheit meine geschundenen Beinen (natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen meine hohen Treter anzuziehen…SSKM**), denken sie, da haben sie recht.) auszuruhen, um fit zu sein füüüür…. *trommelwirbel*
Ceilidh , ein schottischer Tanz , oder rumhüpfen nach Anleitung.
Wenns fertig ist siehts dann mehr oder weniger so aus:


Prädikat sehr empfehlenswert, denn man muss weder tanzen können noch ein Rhythmusgefühl besitzen. Außerdem kommt man in den Genuss von wildfremden, attraktiven Männer zum tanzen aufgefordert zu werden. *harhar*

Hach ja, bitte mehr davon ;-)



*)betagte alte Damen, die oftmals fiter waren als es den Anschein hatte.
**)Selbst Schuld Kein Mitleid.

Dienstag, 30. Januar 2007

Und plötzlich ist es soweit…

Man steht auf, wundert sich nicht mehr dass man Stufen bewältigen muss um zu seinem Cafe zu kommen. Steigt aufs Fahrrad statt in den Bus und empfindet ein ’Morning’ nicht mehr als irritierend. Die Milch im Supermarkt findet man auch auf Anhieb. Wochenenden verbringt man in Pubs, Nightclubs oder auf Parties
Dienstagabende gehören ITV und ’Million Pound Giveaway’ - oder 5 neureiche Businessmenschen die 1 Million Pfund (1,5 Mio. Euro) an ‚bedürftige’ Menschen verschenken. Ich hab mir schon überlegt mich zu bewerben um Geld für Schuhe von Harrods zu erbeten, oder ein paar Manolos *hach*…hab ja hier fast keine Schuhe *schnief*

Und doch, vieles ist auch ganz anders…alle neuen Eindrücke kann man nur indirekt mit den lieben teilen…in solchen Momenten realisiert man wieder, es ist doch nicht ‚zu Hause’

Freitag, 26. Januar 2007

Ein Königreich für...

Milka Schokolade...
Britische Schoki kann nix, aber auch gar nix *heul*

Donnerstag, 25. Januar 2007

Man merke...

Sprengstoffspuerhunde des morgens verkuendgen die baldige Ankuft ihrer Majestaet. Wie gut das ich sicherheitshalber meinen Sprengstoffguertel zu Hause gelassen habe, hat heute einfach nicht zum Outfit gepasst...

Dienstag, 16. Januar 2007

Siiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeg!!!!

Ich hab es, mein KONTO!!! Meins, meins, meins. Gott im Himmel, ich dachte schon das wird nix mehr, aber nein es hat doch geklappt. Fr. M, meine zukuenftige Kontobetreuerin (ich wollte ihr schon glatt nen Antrag machen) hat alles geregelt. Sie hat sich nochmals tausendmal entschuldigt und endlich bin ich durch. Jetzt brauch ich nur noch eine National Insurrance Number und ich bin wirklich, so wirklich fix, in UK, vorrausgestzt ich sterbe keinen Grippe Tod, den heute war der Tag meiner Wassertaufe:
Auch wenn man nur ca. 10 min mit dem Rad ins Zentrum braucht, wenn es in stroemen regnet dann koennen auch die unednlich lang sein. Tja und dann war da auch noch, moi, ein National Express Bus, eine Wasserlacke und ein viel zu schmaler Radweg. Ein Blick nach rechts (!!!) und, WUUUUSCH.
Angekommen bei der Bank hat es dann natuerlich aufgehoert zu regnen. Bis, ja sie ahnen es, bis ich wieder aufs Rad stieg um ins Labor zu duesen.
Tja und jetzt sitze ich hier mit ganzen 2 quadrat-centimeter stoff die nicht durchnaesst sind, in einem Institut das zwar eine sehr gut funtkionierende Klimaanlage hat, jedoch (scheinbar) keine Heizung.

Fr. A. - Mit allen Wasser gewaschen

Samstag, 13. Januar 2007

Und es geht weiter…

Wie eröffne ich ein Bankkonto im Vereinigten Königreich? So genau kann ich ihnen das auch nicht sagen, aber vor allem brauchen sie mal viiiiiiiiel Geduld.

Wir schreiben Do. den 4.01.2007: Fr.A hat alle ihre Formulare zusammen (Pass, Bestätigung meines Arbeitgebers das ich dort arbeite und wo ich wohne) und begibt sich auf den Weg zur Bank X. Dort angekommen empfängt sie der gute Herr R.B. Besagter Herr nimmt alle Daten auf und schlägt mir gleich ein passendes Konto vor. Nehmen wir doch glatt, denkt sich Fr. A. Aber sooo einfach ist das natürlich nicht.
Herr R.B klärt die sehr naive A auf das man zuerst alle Referenzen überprüfen muss. Des weiteren hat er zwar schon in meiner Arbeitsstätte angerufen und die konnten ihm die Daten bestätigend, aber das reiche noch nicht aus. Man muss ein entsprechendes Formular (genau, den blauen Passierschein 9A) hinfaxen. Das geht aber nicht von der Bank X in Cambridge. Nein, zuerst wird London benachrichtigt. Die schicken dann ein Formular an meinen Arbeitgeber nach Cambridge, die füllen dieses wiederum aus und faxen es zurück. Tja, und wenn London das für gut heißt gibt’s ein Okay nach Cambridge.

Mein durchtrainierter, mit fable für Glitzer-Ringe, zukünftiger Bankbetreuer meinte das dauert meist so 3 Tage und er meldet sich am Mo per mail bei mir und gibt mir bescheid, weil am Di. sollte ich dann vorbei kommen und wir schließen den Vertrag ab, weil am Do ist er ja dann für 3 Wochen auf Urlaub.

Der Mo kam, doch keine Mail. Fr. A schon etwas geknickt, trotzdem Frau gibt ja nicht auf. Also auf zur Bank X (noch vor dem Labor versteht sich). Ich fasse es kurz, kein Fax, nur mein etwas verwirrter Bankheini R.B. Der gute versicherte mir, dass er sich am Mi persönlich darum kümmern wird wenn noch kein Fax da ist. Und er ruft mich dann im Institut an.
Dieses mal wunderte es moi nicht mal mehr, dass sich der gute Herr nicht gemeldet hat, deswegen rief sie mal gleich um 11:30 bei ihm an:
Bankangestellte Y: R.B. ist leider gerade auf Mittagspause. Aber wenn sie mir ihre Nr. geben wird er sie zurück rufen.

Kein Anruf von R.B.
13:00 erneuter Anruf von Fr. A
Bankangestellte Y: R.B. ist scheinbar grad auf Mittagspause
Fr. A: immer noch ???
Bankangestellte Y etwas verlegen: Ja, es tut mir wirklich leid. Ich richte ihm aus das sie angerufen haben.

16:30
Immer noch kein Anruf von R.B.
Fr. A gibt nicht auf, also wieder von vorn:
Bankangestellte Y: Ja, er ist da.(juhuuuu) Bitte kurz warten ich verbinde.
*grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*
R.B.: Wie kann ich ihnen helfen?
A.: *grrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*. Ich wollte wissen wie es jetzt mit meinem Konto aussieht. Ob die Bestätigung schon da ist und überhaupt ob ich jetzt warten darf bis er aus dem Urlaub zurück ist (Glauben sie nicht das ich noch auch nur in geringster weise höfflich war)
R.B: Es tut mir furchtbar leid, aber ich konnte nichts machen. Ich bitte um Geduld.
A: Gibt es jemanden der sich drum kümmert während sie nicht da sind ? Ich will keine 3 Wochen warten.
R.B: Oh ja sicher, wenn das Fax kommt wird sie jemand (!!!) anrufen. Alle ihre Daten sind in meiner Schublade um das Konto abschließen zu können. Bitte um Geduld

*grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr*

Heute: Sa. 13.01.07
Fr. A tauscht ihre netten Euronen gegen königliche Pfund in Bank X um und denkt sich na dann können wir mal fragen wies mit meiner Bestätigung aussieht.
Die freundliche Dame am Eingang kannte mich gleich und so wurde ich auch recht schnell an die Kollegin verwiesen.
Die wusste scheinbar auch schon von mir: und fragte mich ob ich denn alle meine Formulare mit hab.
Fr. A: Nur den Pass. Die anderen hat der R.B in seinem Fach. Auch die Orginale
Bankangestellte: Okay, dann müssen wir das ja finden und macht ne klapprige Bürowand auf. Kramt allerhand Mappen und lose (!!!) Zettel heraus. Durchforstet alles und meint. Ich kann es nicht finden. „ Was haben sie nochmals an Formularen mit“ Ähm, nur den Pass. Ich bin auch nicht mehr im Besitz der Orginale, die hat der R.B. !““Ähmm, ja die brauchen wir oft als Bestätigung. Ich schau noch kurz weiter damit sie nicht umsonst gekommen sind“
Fr. A „ Kann es sein das der gute R.B etwas schlampig ist?““Na ja, er tut Dinge gern dorthin wo sie nicht hingehören“ und lächelt verlegen.
Ca. 10 min erfolglosen durchstöbern des Zettelhaufens: “Es tut mir furchtbar leid, aber ich kann sie nicht finden. Wann haben sie die Bestätigung nach London gefaxt?“
Am Do.“
Gut, das dauert manchmal ein bisschen. Am besten wir machen das so. Wenn am Mo etwas gekommen ist rufe ich sie an, wenn nicht dann bitte bringen sie nochmals alle Formulare mit und wir schicken das nochmal nach London.“

Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Wirklich, es ist zum Mäusemelken.
Bank X: The worlds local bank – mit einer Datenverwaltung aus dem letzten Jahrhundert.

Ich will doch nur ein einfaches Konto!!! *seufz*

Freitag, 12. Januar 2007

Nun ist sie rum,

die erste Woche im neuen Institut.

Die Bilanz so far:
  • Gelesene Papers: 35 678
  • Verstandene Papers: ob ihr wirklich richtig liegt, seht ihr wenn das…. Experiment klappt!
  • Labmeeting: 1 mit Zimt-Schokokuchen und 2 teilweise verständlichen Sprechern
  • Scientific Salon: 1 mit Rot & Weißwein, Bier, diverse Käsen, Baguette und Weintrauben
  • Sicherheitstrainings das aber keines war: 1
  • Jacket Potato*) with Cheeeeese weil’s ned viel anderes gab: 2
  • Kaffee (gewertet Starbucks aus der Cafeteria + Instant Kaffee aus dem Automaten): 253
  • Durchtritt durch die Sicherheitsschranken mittels Karte: 347
  • Auf Anhieb erfolgreiche Versuche: 3
  • Verzehrte Schokokeks (die von Sainsburys): 3 Mio.
  • Beinahne Unfälle mit dem Rad: 2
  • Angekündigte Besuche von Her Majesty, Queen Elizabeth II und dem Duke von Edinburgh: 1
  • Versuche die Voice mailbox zu aktivieren: 23
  • Klicks auf derStandard.at oder orf.at: 345 678/h
  • Am Schreibtisch angebrachte Wien-Panrama-Postkarten: 1
  • Umlaute auf der Tastatur gesucht: 56 238 595
Das wär also auch überstanden. Morgen gibt’s dann auch mal den ersten Pub Besuch mit meinen Lab-Kollegen (fast ausschließlich Amis, sprich kein Excess) . Und da geht man nicht in irgendein Pub, nein da geht man ins ’The Eagle’ wo schon einst Watson and Crick bei einem Pint über die Strucktur der DNA geplauscht haben.

Erster Eindruck der Briten: very lovely, indeed. Freundlich, nett und hilfsbereit Marke ich-trag-dich-zu-der-Person-die-du-sprechen-möchtest.


*)so ne Art rießige Bratkartoffel

Sonntag, 7. Januar 2007

Anderes Land, andere Sitten

Milch kauft man hier in der Menge 2 pints, oder auch 1.136 L (die vierte Kommastelle ist sich wohl nicht mehr ausgegangen ;-))

Wenn man vor hat mit dem Bus zu fahren sollte man folgendes beachten: Bei Sichtung des Busses, vor der Station auf die Straße werfen und den Weg blockieren, dann haben sie vielleicht eine Chance das er sie mitnimmt.
Doch seitdem Fr. A die Reifen ihres Fahrrades aufgepumpt (man merke das reduziert die Anfahrtszeit um den Faktor 100) hat gibt’s kein ‚bus-waiting’ mehr.

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